Der Gauß-Weber-Code

A   +

B   −

C   ++

D   +−

E   −+

F   −−

G   +++

H   ++−

I/J +−+

K   +−−

L   −++

M   −+−

N   −−+

O   −−−

P   ++++

Q   +++−

R   ++−+

S   ++−−

T   +−++

U   +−+−

V   +−−+

W   +−−−

X   −+++

Y   −++−

Z   −+−+

Klicken Sie auf die Tasten + und −, um einen Buchstaben zu codieren. Klicken Sie auf 5 Sekunden Pause, wenn Sie den Code für einen Buchstaben fertiggestellt haben.


Gauß-Weber-Denkmal in Göttingen
In Göttingen waren der berühmte Mathematiker, Astronom, Physiker und Geodätiker Carl Friedrich Gauß (sitzend abgebildet) und sein jüngerer Kollege und guter Freund Wilhelm Weber tätig. Im Jahr 1833 erfanden sie den ersten elektromagnetischen Telegraphen.
Dabei nutzten sie folgendes Prinzip: Wenn man Metalldraht zu einer Spule wickelt und einen Dauermagneten durch diese Spule schiebt, fließt im Draht ein elektrischer Strom. Man kann den Draht dann weiterführen, am anderen Ende wieder eine Spule herstellen und in dieser einen zweiten Dauermagneten beweglich lagern. Dieser vollzieht dann in abgeschwächter Form die Bewegungen des ersten Magneten nach.
Um mit diesem Prinzip Botschaften übermitteln zu können, erfanden Gauß und Weber einen eigenen Code, mit dem sie die Bewegungen des Magneten in Buchstaben übersetzten. Die zwei Richtungen, in die der Magnet bewegt werden kann, werden dabei mit Plus und Minus bezeichnet. Nach jedem Buchstaben musste man eine Pause von 5 Sekunden machen, damit erkennbar war, dass ein neuer Buchstabe beginnt. Wortgrenzen ergaben sich aus dem Kontext.
Man muss sich den Prozess also folgendermaßen vorstellen: Weber sitzt in seinem physikalischen Kabinett, die Codetabelle vor sich, und schiebt seinen Magneten hin und her. Gauß auf seiner Sternwarte, ebenfalls die Tabelle mit dem Code vor sich, verfolgt konzentriert die Bewegungen seines Magneten und notiert sich die Buchstaben – und atmet wohl jedesmal erfreut auf, wenn sich ein Wort ergibt. Und ebenso andersherum.
Hier können Sie zwar keine Botschaften übermitteln – in Göttingen gibt es aber diese Möglichkeit! – aber Sie können probieren, ob Sie aus den Plus- und Minuszeichen einen Text zusammenbasteln können.
Wenn die Website nach jedem Tastendruck etwas Zeit braucht, denken Sie daran, dass Gauß und Weber auch jedesmal warten mussten, bis der Magnet nicht mehr schwang. (Dafür kommt die Seite aber ohne Javascript aus!)
Ein kleiner Gauß-Weber-Telegraph in einer Bronzestele mit Glasfront
Funktionsfähiger moderner Gauß-Weber-Telegraph am Standort von Webers physikalischem Kabinett in Göttingen

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